Fix the System, not the Women: Frauen, Arbeit & Gesundheit – Petra Lammers, Helena Schmeink, Johanna Elle & Jana Fischer

Shownotes

Periode, Wechseljahre, Care-Arbeit: Das betrifft Millionen Beschäftigte, kommt im Arbeitsalltag aber kaum vor. Warum eigentlich? Und was muss sich ändern, damit Arbeit nicht nur für einen Körper und einen Lebensentwurf funktioniert?

Moderiert von Jana Fischer (Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V.) diskutieren Petra Lammers (onto – Story), Helena Schmeink (Yoni Care) und Johanna Elle (Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V.) darüber, wie gesundes Arbeiten für alle möglich wird.

Ihr erfahrt, // warum gesundes Arbeiten selten an einzelnen Personen scheitert, sondern an Strukturen, vom 8-Stunden-Tag bis zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, das vor allem den Vollzeit-Mann im Blick hat, // warum Zyklus und Wechseljahre in Unternehmen immer noch unsichtbar sind und auf welchen Ebenen das passiert, // welche Geschichten Unternehmen über Leistung erzählen und warum neue Narrative und eine neue Sprachfähigkeit helfen, // wie Räume entstehen, in denen man über Belastung reden kann: mit Schulungen, Vertrauen und manchmal einfach mit Humor.

– live vom Waterkant Festival 2026.


Signals from the Future ist der Podcast vom Waterkant Futures Thinking Lab – hier live vom Waterkant Festival 2026 in Kiel.

Wir bringen dir Talks, Diskussionen und Visionen von Macher:innen, Denker:innen und Zukunftsoptimist:innen, die zeigen: * Die Welt lässt sich anders denken – und machen.*

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Transkript anzeigen

00:00:01: Im Büroalltag gilt Gespräche über Rückenschmerzen normal, Überwechseljahre, Kehrarbeit und Periode tabu.

00:00:07: In dieser Folge Signals from the Future aufgenommen beim Watterkant-Festival für die Arbeit für alle gedacht werden kann.

00:00:15: Ihr hört Petra Lammers von Ontostory, Helena Schmeink von UNIKEHR und Johanna Elle und Jana Fischer vom Frauennetzwerk zur Arbeitssituation

00:00:22: TV.

00:00:22: Seit vierzig Jahren berät und bildet das Netzwerk Flinterperson rund um Arbeitsmarkt- und Berufseinstieg.

00:00:28: Es unterstützt bei Gründung, Strukturellen sowie individuellen Herausforderungen im Arbeitsleben – egal ob in angestellten Verhältnissen oder Selbstständigkeit.

00:00:36: Checkt das doch mal aus!

00:00:37: Und jetzt viel Spaß bei der Folge!

00:00:44: Genau und sonst freue ich mich total dass ihr heute hier seid zu unserem Panel rund um das Thema Frauen Arbeit und Gesundheit.

00:00:52: Ich bin Jana und darf uns jetzt hier die nächsten forty-fünf Minuten durch moderieren.

00:00:56: Und ich bin einmal ganz kurz zu mir, ich arbeite in Kiel als Beraterin und Bildungsreferentin bei dem Frauennetzwerk zur Arbeitssituation und berate Frauen und Flinterpersonen rund um das Thema Arbeit, Gründung, Arbeitssucherprobleme bei der Arbeit usw.

00:01:14: Und ja freue mich besonders auf das Thema heute!

00:01:17: Bin total gespannt worüber wir gleich sprechen werden und was wir hier so lernen können heute.

00:01:25: Ich weiß nicht, wie es euch geht.

00:01:28: ich habe das Gefühl wenn man über Gesundheit und über gesunde Arbeit im Arbeitskontakt spricht Dann denken ganz viele immer noch erst mal an Work-Live Balance, Rückenschmerzen, Stressmanagement und Ergonomie.

00:01:42: Und es wird tatsächlich nach wie vor gar nicht so viel darüber geredet, dass die Arbeitswelt oder das Arbeitssystem für ein Geschlecht gemacht ist – und zwar Männer!

00:01:54: Da freue ich mich, dass wir da heute einmal reingehen und über so Themen wie Menstruationen-, Wechseljahre-, Kehrarbeit-, Transformation- und geschlechtsspezifische Gesundheitsrisiken sprechen dürfen.

00:02:06: Und das mache ich mit drei Expertinnen, die ich einmal eben vorstellen würde – genau zu meiner Rechten sitzt hier Petra Lama, CEO von Onto Story eine Agentur aus Köln, die sich mit dem Thema Transformation und Storytelling auseinandersetzt.

00:02:25: Genau, neben mir sitzt Helena Schmink.

00:02:27: Schmeink?

00:02:28: Sorry!

00:02:28: Nicht Schminken von Joni Kärr.

00:02:31: Joni-Kärr ist ein Unternehmen das sich rund um das Thema Periode, Periodenprodukte und Menopause sich damit beschäftigt.

00:02:40: Und daneben sitzt Johanna Eller, Kurgeschäftsführerin von dem Frauennetzwerk zur Arbeitssituation der Feministische Verein aus Kiel.

00:02:50: Ja ich freue mich dass ihr da seid Würde jetzt einmal in die Fragen reingehen mit den Expertinnen hier und am Ende hätten wir aber auch noch ein bisschen Zeit für Fragen aus dem Publikum.

00:03:00: Also wenn euch da was einfällt oder auffällt, dann notiert euch das gerne.

00:03:04: Einmal merkt euch das und wir schauen dass wir danach noch dazu kommen.

00:03:08: Gut!

00:03:10: Johanna ich würde einmal bei dir starten.

00:03:13: Genau du sagst ja gesundes Arbeiten scheitert oft an Strukturen.

00:03:19: Da würde mich natürlich interessieren welche Strukture meinst Du damit konkret?

00:03:24: Genau, also Jana und ich arbeiten zusammen in einer Organisation.

00:03:31: In einem Verein der sich für Frauen in der Arbeitsmarktsituation, also in verschiedenen Situationen rund um Arbeit einsetzt.

00:03:41: Und ich finde es total spannend dass ganz oft wird ja auf so Einzelfälle

00:03:45: geguckt aber

00:03:46: dieses strukturelle sich anzuschauen und zu sagen wie können wir insgesamt anders über Arbeit sprechen.

00:03:55: Es gibt ja schon total alte Modelle, zum Beispiel auch wie viel Zeit soll man überhaupt mit Arbeit verbringen?

00:04:01: Also das ist zum Beispiel finde ich so ein Punkt den ich total wichtig finde wenn wir gerade viel darüber sprechen die acht Tage den acht-Stunden-Tag aufzuweichen und gleichzeitig wissen wir dass zum Beispiel Personen mit Kehrarbeit sowieso schon vierzehn Stunden arbeiten.

00:04:18: Davon ist ein Teil Lohnarbeit und der andere Teil Kehrarbeit.

00:04:22: Und dass solche Dinge sich natürlich verschärfen, wenn wir sagen okay, wir halten nicht mal am acht-Stunden-Tag fest Es gibt es von Frigga Haukmodell die sagt Wir sollen vier Stunden am Tag arbeiten.

00:04:34: das finde ich deutlich vernünftiger.

00:04:35: Das wäre ein struktureller Punkt.

00:04:37: Ich finde auch insgesamt, dass man zum Beispiel Wenn man sich betriebliches Gesundheitsmanagement anguckt und was für Maßnahmen quasi gibt es wird super oft davon ausgegangen Was braucht ein freudseitarbeitender Mann?

00:04:50: Und nicht, was für Belastungen

00:04:53: haben

00:04:53: Personen.

00:04:57: Also Flinterpersonen die entweder Kehrarbeit haben, die mit ihrem Körper anders zu tun haben als Männer also in diesen verschiedenen Phasen sind von haben ihre Periode haben Perimenopause, sind in der Menopause.

00:05:12: Sind nach der Menopause was alles unterschiedliche Phasen ja auch so sind im Leben und das finde ich total wichtig dass man das mit bedenkt.

00:05:21: Und mein dritter Punkt ist Dass Ich superwichtig Finde Auch Belastung Nicht Nur Als Körperliche Belastungen zu Denken So Ein Ganz Viel auch.

00:05:32: Was sind arbeiten, die psychosozial belasten?

00:05:36: und das finde ich total spannend weil es gibt gerade die endgeltransferenzrichtlinie und die sagt zum beispiel dass wir das mit bewerten sollen.

00:05:43: Wir müssen bewerten wie belastend ist arbeit auch psychosocial also so berufe wie beratung zb ist eine krasse psychosoziale belastung aber es wird oft als ein Job gesehen, der jetzt nicht so hart ist wie weiß ich nicht.

00:06:01: Irgendwas wo man körperlich arbeitet und das finde ich ist nochmal so'n Fokus die ich total wichtig

00:06:05: finde.

00:06:07: Ja, danke schön!

00:06:10: Genau du meinst es ja gerade auch schon irgendwie Instruation ne?

00:06:13: Das ist ja eine super Überleitung an Helena, genau also wissen sehr viele im Rahmen Instruationszyklus oder Wechseljahre betreffen Millionen von Arbeitnehmerinnen Ist das irgendwie noch gar nicht so ein großes Thema bei vielen Unternehmen?

00:06:32: Helena, was würdest du sagen?

00:06:33: warum sind diese Themen bei Unternehmen immer noch zu unsichtbar.

00:06:40: Ja also ich würde sagen dass es eigentlich so viele Ebenen gibt und auch schon mit dem Anfang was Du schon gesagt hattest oder was jetzt auch Johanna schon gesagt hatte, dass Frauen gar nicht mitgedacht werden von dem, wie sich es entwickelt hat.

00:06:58: Also wir haben schon mal so auf einer Systemebene dieses Problem und dann würde ich sagen geht eine Ebene runter und das wäre für mich die institutionelle Ebene

00:07:11: wo

00:07:13: eben Frauen Gesundheit einfach auch Privatsache ist und eigentlich erwartet wird dass Frauen das irgendwie regeln.

00:07:23: Es gibt eigentlich nicht unbedingt so die Budgets in Institutionen, um da eben was zu ermöglichen.

00:07:31: Also irgendwie es gibt Budgets, um Lärmschutz oder sowas zu machen aber jetzt nicht unbedingt spezifisch um Frauengesundheit zu fördern im Unternehmen.

00:07:39: und wenn wir dann nochmal eine Ebene runtergehen, dann würde ich das so auf Führungskräftelevel sehen und dann ist es ja ebenso dass auch immer noch häufig männliche Personen in diesen Positionen sind und die auch gar nicht unbedingt wissen, was es eigentlich bedeutet irgendwie so einen Körper zu haben der sich viel verändert über den Monat aber auch über das Leben so homonell gesehen.

00:08:04: Und da fehlt eben würde ich sagen Wissen und wenn wir dann nochmal eine Ebene runtergehen wäre dann eigentlich so die Frauen vielleicht gar nicht sich trauen, darüber zu sprechen über diese Themen und deswegen bleibt es dann auch unsichtbar.

00:08:21: Das sage ich jetzt nicht um die einzelnen Frauen zu blame oder so sondern das ist eigentlich nur die Schlussfolgerung aus diesen ganzen Ebenen, die da rüber liegen.

00:08:32: Ja voll!

00:08:33: Ich fände, ich fällt auf jeden Fall immer wieder auf dass es leichter ist über Rückenschmerzen bei der Arbeit zu sprechen als über Menstruationsbeschwerden.

00:08:45: Petra, drehe ich mich mal nach rechts.

00:08:48: Transformation beginnt ja oft mit neuen Geschichten und das ist ja auch dein Gebiet irgendwie.

00:08:53: Transformation- und Storytelling.

00:08:56: Was würdest du sagen?

00:08:57: Welche Geschichten erzählen Unternehmen heute noch über Leistung und Gesundheit Und welche Narrative müssten wir da auch verändern?

00:09:09: Ich bin gerade nochmal so inspiriert oder würde da auch gerne noch ein Gegenbild dazu machen, dass ich glaube ich versuche einfach alles gleichzeitig zu beantworten.

00:09:17: Mal gucken ob ich das so hinkriege.

00:09:19: Vielleicht einmal ganz kurz zu mir.

00:09:21: mein Hintergrund ist Ich bin ursprünglich Theater Regisseurin und habe dann aber ich hab davor auch einen MBA gemacht Und habe dann so beide Sachen zusammen geführt und habe jetzt ein Büro für Transformation und Storytelling und Begleite Unternehmen in all ihren transformationen.

00:09:34: und ich habe mich vor.

00:09:36: Wir haben vor drei zehn Jahren gegründet.

00:09:37: Vor anderthalb jahren habe ich mich von meinem Geschäftspartner getrennt und wir haben den Laden aufgeschrieben und ich habe jetzt nur noch Frauen bei mir, einfach weil sie besser waren.

00:09:46: Und es passte einfach besser.

00:09:48: also so kam so und habe ein zusätzliches Netzwerk gegründet Impact Now heißt das.

00:09:56: da sind wir jetzt gerade hundertsechzig Topführungskräftefrauen mit denen wir jetzt Deutschland gerade nach vorne bewegen wollen und ich aber auch nur Kunde nennen.

00:10:06: Das ist überhaupt gar keine Entscheidung von mir.

00:10:08: Ich komme nicht aus dieser Welt, wo ich sage und jetzt haben wir hier einen Frauen... hab' ich nicht!

00:10:15: Ich war schon immer laut, ich habe mich schon immer hingestellt, meine Sachen einfach weiter mit durchgekämpft und den Kram so gemacht.

00:10:23: Was ich aber merke, was gerade der Unterschied ist – da kommen wir zu den Narrativen – ist dass Frauen besser geschult sind Im vernetzten Denken, im systemischen Ansatz.

00:10:35: Im Gemeinsammachen haben meist weniger Ego, weniger... Also auch nicht ganz so oft diesen nazistischen Themen auch.

00:10:44: Das ist auch sehr anstrengend aber ein bisschen weniger.

00:10:47: und dieses ganze vernetzte Denken- und Zusammenagieren ist das was wir heute brauchen.

00:10:52: also ich habe gerade einen Buch geschrieben hier.

00:10:56: Ich halte es einmal hoch einfach weil's so neu ist.

00:11:00: So?

00:11:00: Also ganz neues.

00:11:01: Dankeschön!

00:11:03: Und da geht es vor allem um kollaborative Storytelling und wie wir heute kollaboratives Storyteling brauchen, um Menschen zu bewegen und Menschen eben auch in Unternehmen.

00:11:12: also wie können wir sozusagen gemeinsam vorangehen und alle mitnehmen und nach vorne gehen und das ist erstmal per se etwas was Frauen einfach bisschen besser drauf geschult sind.

00:11:23: Zu denken, ah wen habe ich noch?

00:11:24: Wo sind Qualitäten wie funktionieren wir?

00:11:26: Wie kommen die voran und wie können wir damit weiter nach vorne gehen?

00:11:30: Und ich glaube das ist etwas was wir gerade unfassbar gut erzählen müssen weil wir kriegen mit den alten Top-Downen und Hierarchiemethoden ist die Kacke grade echt am Dampfen so!

00:11:41: Wir kriegen es nur hin wenn wir wirklich zusehen dass wir gemeinsam uns bewegen und das betrifft alle Bereiche egal was So, und das ist glaube ich etwas was wir sehr nach vorne stellen.

00:11:52: Und in diesem ganzen... Also wenn wir das viel mehr tun dann kriegen wir vielleicht auch eine andere Sprachfähigkeit weil ich merke gerade also ich bin irgendwann letztes Jahr reingesausten diese wie heißt das Prädingsbumstar ne?

00:12:07: So bin ich sprachfähig genau.

00:12:09: nur dass ihr so Und habe mich vor meinem Team gestellt und gesagt, keine Ahnung was das hier ist.

00:12:13: Aber meine Nerven spielen gerade verrückt!

00:12:15: Wir müssen mal gucken dass wir damit cool umgehen und alle so oh Gott na gut okay Ja?

00:12:19: Also es ist dann einfach man findet plötzlich eine Sprache und ich war nicht abgewertet weil das finde ich immer so schwierig und heikel Dass wir auf gar keinen Fall eine Sprach nutzen dürfen als Frauen die uns plötzlich abwerten und schwächer macht.

00:12:37: Und du sagst vier Stunden arbeiten.

00:12:39: Ich arbeite gerne zwölf, habe gar kein Problem damit aber ich muss das flexibel machen können.

00:12:43: Ich muss zwischendurch irgendwie auf den Kaffee trinken gehen können mit da und dann muss ich so und dann mache ich das halt nachts sogar wann auch wenn es ja auch scheißegal geht auch niemanden was an und so arbeitet mein ganzes Team und dass ist vielleicht also so... Das wäre so nochmal ein Gegenspiel dazu.

00:12:59: Ja super danke schön!

00:13:02: Ich habe genau tatsächlich eine Rückfrage dazu, vielleicht einfach in die Runde oder auch wenn du Antworten magst.

00:13:11: Eine Frage, die ich mir da stelle ist ob Frauen gesund hat?

00:13:14: Genau man redet nicht so viel darüber und man redete nicht so gerne drüber und ob das vor allem erst dann sichtbar wird, wenn sie Produktivität kostet also wenn sie irgendwie wirtschaftlich zum Problem wird.

00:13:25: Weiß nicht ob da jemand was zu sagen

00:13:28: mag.

00:13:32: Also auf jeden Fall ist es ja ein Punkt, wo wir sagen dass so viel über Kehrarbeit gesprochen wird oder dass dieser Begriff Kehr Arbeit überhaupt einen Begriff geworden ist den wahrscheinlich alle hier auch im Publikum kennen hat einfach damit zu tun das wir gerade auch in einer Phase sind, wo Fachkräfte gesucht werden und wo sich super viel mit diesem Thema beschäftigt wird.

00:13:55: Wie können wir die Frauen aktivieren?

00:13:57: Wie können das schaffen, dass Frauen mehr arbeiten?

00:14:00: Wo liegt das Problem?

00:14:02: Und ich glaube, dass das ein total wichtiger Punkt ist.

00:14:06: Also es nicht genau die Beantwortung seiner Frage aber ich glaube schon der Fokus darauf kommt weil als ein Problem wahrgenommen

00:14:13: wird.

00:14:14: Zum Beispiel Kehr Verantwortung oder ja was Dieses Thema von Wechseljahre zum Beispiel, das ist was, was total viel jetzt auch gerade in den Medien ist.

00:14:24: Weil man feststellt, dass es ein riesigen... Also super viele Arbeitnehmerinnen sind die gerade in dieser Phase sind und die anders adressiert werden müssen damit sie weiter arbeiten

00:14:37: können.

00:14:38: Darf ich da sonst auch noch einmal ganz kurz reingehen?

00:14:41: Ich glaube, es kommt an dem Punkt wo's ums Funktionieren geht.

00:14:45: Weil wir natürlich schon eine funktionierende Gesellschaft sind und natürlich ist man im Job irgendwo eingestellt um einen bestimmten Job zu tun dafür kriegt man sein Geld.

00:14:54: also so bin ich auch noch CEO und so sehe ich das.

00:14:58: aber und sobald ich natürlich an diesen Punkt komme und merke ich funktioniere halt so nicht mehr ist es wichtig, sprachfähig zu sein oder sprachfähig gemacht zu werden.

00:15:10: Oder einen Raum zu haben wo ich sprechen darf und wo es dann vielleicht auch eine Flexibilität geht um damit irgendwie umzugehen weil wegdrücken und wegducken geht halt nicht.

00:15:21: also bei keinem von diesen Dengern Also weder bei der Kehrarbeit wo man plötzlich bei Eltern zu Hause sein muss und alles gleichzeitig irgendwie ist oder eben wenn die Nerven verrückt spielen oder sonst was.

00:15:31: also dann ist diese Situation halt anders Und man kann aber ja vielleicht auch gemeinsam umgehen.

00:15:36: Genau und du appellierst ein bisschen an die individuelle Ebene von, habe ich einen Team, der das auffängt?

00:15:41: Und das ist wichtig.

00:15:43: Ich denke aber wichtiger ist dass es die Strukturen gibt, die das auch halten und die quasi da auch diese Sicherheit geben, dass das funktionieren kann so.

00:15:53: Das ist nicht nur auf dieser Ebene was ein totales Geschenk ist und was super viel wert ist, aber was glaube Also meine Forderung ist auf dieser strukturellen

00:16:02: Ebene.

00:16:02: Total und das ist ja auch wichtig, weil ich habe mir ein Luxusraum gebaut, wo ich das selber gestalten kann und wir es als Versuchen, als Labor ausprobieren können.

00:16:11: also ich nutze mich dann auch und spiele das und gucke was passiert denn mit diesen... Also und ich hab Frauen wirklich von sechszig bis achtundzwanzig oder so Und ich denke mir, wenn ich jetzt das mache dann bin ja auch ein Vorbild in alle Himmelsrichtungen um überhaupt in die Sprachfähigkeit zu kommen und selbst mit Kunden erzielt.

00:16:27: Alle möglichen Sachen wo ich denke hey sind wir auf Augenhöhe können reden oder was?

00:16:34: Ja schön dass es so Luxusräume gibt und der Wunsch wäre natürlich... Ja, dass Frauen diese Luxusräume überall haben.

00:16:42: Helena, wenn du morgen in jedem Unternehmen eine Maßnahme zur Förderung von Frauengesundheit einführen könntest?

00:16:49: Was wäre das denn?

00:16:51: Es ist lustig, dass du jetzt diese Frage stellst weil ich wollte gerade anknöpfen an Petra und habe nämlich auch gedacht, weil es glaube ich eigentlich zeigt was ich auch denke war eine Forderung für mir ein Unternehmen wäre, wer hat genau das was du dann schon machst in deinem Unternehmen halt schon dieses versuchen Räume zu öffnen und auch das funktioniert, also glaube ich dran indem man selber sich halt verletzlich zeigt und halt irgendwie teilt mit seinem Team was eigentlich los ist.

00:17:19: Und ja die Forderung wäre eigentlich dass es vielleicht Schulungen gibt wo eben Wissen einmal dazu vermittelt wird.

00:17:28: also was passiert irgendwie in Frauenkörpern so?

00:17:32: Also was gibt's für Für verschiedene Phasen, also zyklos aber auch irgendwie was bedeutet das mit Mutterschaft, Menopause.

00:17:41: Also diese ganzen Themen einmal abzudecken und zu Schulen darin und Wissen zu bekommen.

00:17:46: Aber auch auf dieser Ebene von wie geht eigentlich Kommunikation?

00:17:52: Also dann kommt wahrscheinlich auch so Arbeit die Petra macht wieder ins Spiel.

00:17:57: Welche Sprache benutzen wir kann ich als Führungskraft machen, damit sich Menschen sowohl fühlen bei mir im Unternehmen um über diese Themen zu sprechen.

00:18:12: Ja vielleicht haben wir einen Anknüpfend.

00:18:14: Johanna was wäre die wirksamste strukturelle Veränderungen für gesünderes Arbeiten?

00:18:21: Außer nur noch vier Stunden zur Arbeit muss ich kurz drüber nachdenken.

00:18:30: Also ich finde das total gut, weil man das in diesen verschiedenen Ebenen tatsächlich denkt.

00:18:35: Also so dieses

00:18:36: okay was sind strukturelle

00:18:37: Dinge?

00:18:38: Was ist quasi individuell?

00:18:40: Was hat auch etwas mit Bildung zu tun?

00:18:42: also ich denke auch wenn du jetzt sagst es ist wichtig dass Führungskräfte quasi da

00:18:48: auch eine

00:18:49: Sensibilität haben oder das Unternehmen der sensibilität herrscht Das hat ja auch super viel mit bildungen zu tun und ich finde so dieser drei klang von.

00:18:57: es braucht Strukturen die quasi Sicherheit geben,

00:19:01: die

00:19:03: Überlastung

00:19:05: schützen.

00:19:06: Es gibt

00:19:06: quasi Bildung, Fortbildung und es gibt diese Ebene wo klar ist ich kann sagen ich habe meine Tage mir geht's heute nicht so

00:19:13: gut Ich gehe früher nach Hause

00:19:16: zum Beispiel dass das möglich ist.

00:19:18: auf diesen drei Ebenen würde ich sehen.

00:19:23: Danke.

00:19:24: Und dann an Petra.

00:19:27: Jetzt kommt eine Frage an dich, soll ich die noch stellen?

00:19:29: Nein.

00:19:32: Ich hätte so einen Vorschlag vielleicht von der anderen Seite aus gedacht wenn man

00:19:38: auch Schulungen

00:19:38: mit aufnimmt.

00:19:39: über.

00:19:40: also wir zum Beispiel gucken ganz viel auf Expertisen und

00:19:43: auf

00:19:45: die Möglichkeit diese Expertisen zu nutzen Und ich kann die Expertisen aber nur nutzen, wenn jemand auch gerade in seiner Kraft ist.

00:19:52: Also wie bringe ich den Leute überhaupt in seine Kraft?

00:19:55: Das wäre nochmal so der Umkehrschluss sozusagen weil das wäre etwas was Management immer versteht.

00:20:02: Weil nur wenn jeder irgendwie kraftvoll ist habe ich auch hinter einen geilen Ausput kommt was richtig Gutes bei raus.

00:20:07: also Wie komme ich da hin?

00:20:08: dann komme ich nicht aus dieser Schwäche sozusagen sondern kommen immer aus der Stärke.

00:20:14: So und so könntest du mich oder kannst du all deine auch Frauen, auch Männer die in Kehrsituationen sind.

00:20:21: So kannst du sie tatsächlich befähigen und handlungsfähig machen?

00:20:25: Ja das wäre meine Frage gewesen wie wir das hinbekommen dass alles nicht nur ein HR-Projekt ist sondern auch Teil von einer Unternehmenskultur wird.

00:20:35: aber das hast du eigentlich schon ganz gut vorweggenommen.

00:20:45: Genau, würde ich gerne die Frage stellen wenn wir uns vorstellen dass wir uns in zehn Jahren wieder treffen.

00:20:53: Woran würden wir erkennen?

00:20:55: oder würdet ihr erkennen das sich die Situation von einer Frauen der Arbeitswelt tatsächlich verbessert hat?

00:21:04: In die Runde wer zuerst mag.

00:21:07: Ich fange total gerne an.

00:21:08: Ich finde, das erste Ding ist irgendwie mal fifty-fifty verteilt Frauen und Männer.

00:21:12: Fände ich schon mal wirklich geil irgendwie.

00:21:15: Und weil im Moment gerade da... Also ich habe eben grade gesagt, ich hab nur Kundinnen.

00:21:19: die habe ich aber immer, weil sie an den Positionen sind wo Sie wirklich etwas drehen können.

00:21:23: Die sind alle so Typfrau, die einfach anfangen zu schieben und einfach was drehen.

00:21:28: Die Guerilla können, die unten drunter können, sich einfach weitermachen.

00:21:31: Sich ihre eigenen Netzwerke bauen solche Typen von Kunden.

00:21:36: Und es gibt aber eben nicht nur diese Frauen.

00:21:39: Es gibt ja auch ganz, ganz viele andere die einfach eine wahnsinnige Qualität mitbringen und die einfach andere Räume brauchen.

00:21:45: Ich glaube erst wenn wir es hinkriegen nah dran zu kommen an Fifty-Fifty dass wir da überhaupt die Räumer haben all diese Qualitäten nutzen zu können.

00:21:54: Also ich glaube das ist ein erstes Ding so dass dann eine Kultur herrscht die ganz viel von diesem männlichen Macho, wo drauf die Männer ja auch kein Bock mehr haben.

00:22:03: Also wenn wir das mal irgendwie so ein bisschen Adakta legen dadurch nur darüber dass das Fifty-Fifty ist dann ist es ja vermischt und dann anfangen eine viele letztlich achtsammere oder genauere und mehr systemische Kultur zu entwickeln.

00:22:17: Dann das wär toll!

00:22:19: Das wäre schön.

00:22:21: Ja voll

00:22:22: ich hab das Gefühl

00:22:23: ne?

00:22:23: Dass das Organisation immer noch total schwer fällt oft anzuerkennen, dass eben Arbeitnehmerinnen Auch Eltern sind pflegende Angehörige und so weiter.

00:22:32: Und das haben, ne?

00:22:33: Ja aber genau die Frage ging natürlich auch an euch beide.

00:22:41: Ja muss ich kurz überlegen weil ich mich auf jeden Fall dem vom Petra anschließe finde ich auch sehr sehr schön.

00:22:50: Das nennt man doch glaube ich auch Parität.

00:22:51: oder ja wenn wir das haben in zehn Jahren spätestens.

00:22:57: und wenn nicht an Frauen Gesundheit denke Dann würde ich irgendwie gerne sagen, dass ich es schön finde, dass kaum noch Frauen oder keine Frauen mehr so krasse Beschwerden haben.

00:23:11: Dass sie irgendwie nicht mehr arbeiten können.

00:23:14: aber

00:23:14: um realistisch zu sein glaube ich das ist zehn Jahre Zu wenig sind dafür und vielleicht wäre Realistisch, dass wir irgendwie einen offenen Umgang damit haben Und uns trauen diese Themen irgendwie im Team zu besprechen halb weniger Belastung spüren, also diese psychologische Druck rausnehmen können indem wir uns irgendwie mitteilen können und nicht mehr alleine tragen können was wir halt so tragen.

00:23:48: Ich musste tatsächlich überlegen ich glaube ich finde beides total gut was ihr gesagt habt und würde hinzufügen

00:23:58: wenn

00:23:59: Wir nicht nur sagen Parität, sondern auch dass wenn wir bestimmte Berufsbilder angucken ist anders verteilt ist.

00:24:06: Dass es genauso viele Erzieher gibt wie Erziehern.

00:24:09: Also das wirklich sich die Arbeitswelt nochmal verändert und auch vielleicht eine Lohnstruktur sich

00:24:15: verändert

00:24:17: so dass den Punkt den ich am Anfang gemacht habe dieses wie wird zum Beispiel Belastung gewertet?

00:24:26: Ja, die Arbeitswelt wirklich noch mal revolutioniert.

00:24:28: Also das ist so eine

00:24:30: Topie,

00:24:30: die ich habe auf jeden Fall, ob die auch in zehn Jahren erfüllt ist weiß ich nicht aber dass wäre was, was ich da auf jeden fall mit verknüpfen würde.

00:24:41: Ja toll danke schön!

00:24:44: Ich würde einmal schonmal den Blick ins Publikum schweifen lassen, ob es aktuell schon eine Frage gibt Ganz hinten.

00:24:51: Wir probieren das jetzt so, dass du ganz laut redest und ich dann die Frage ins Mikrofon sage?

00:24:58: Weil genau... Nee!

00:25:04: Wir machen das anders.

00:25:05: Du kommst vor und redest selbst ins Mikrophon.

00:25:09: Wenn das okay ist,

00:25:10: sorry.

00:25:15: Hallo!

00:25:17: Also ... Ich bin selber Führungskraft gewesen und finde alle Ansätze total genial.

00:25:24: Bin selbst auch in einem Burnout, in eine Depression reingerasselt, habe achtzig Mitarbeiter geführt, habe drei Ausbildungen und habe immer mit dem Thema Menstruation gestruggelt – immer!

00:25:34: jedes Mal, weil mein Körper nicht so funktioniert.

00:25:37: Ich habe auch HPU, ich habe ein Lip & Lymph-Edem und jetzt seit dem ich sechzehn Jahre alt bin arbeite ich bin

00:25:44: siebenundvierzig

00:25:45: und hab mich vor zwei Jahren selbstständig gemacht.

00:25:47: Das erste Gründungsjahr war die Hölle.

00:25:49: das zweite ist jetzt ein anderes Thema Und ich merke einfach dass ich

00:25:54: panische

00:25:54: Angst habe Dass das mit der Gründung nicht funktioniert und wieder in einen Arbeitsplatz rein muss fest angestellt Weil genau diese Themen die ihr gerade angesprochen habt einfach nicht gesehen werden oder noch nicht gelebt werden.

00:26:07: Ich habe viele Jahre auch im Einzelhandel

00:26:09: gearbeitet

00:26:10: und da ist dieses Thema mit.

00:26:12: ich gehe mal früher nach Hause weil es mir heute schlecht geht echt, ich sag's mal scheiße!

00:26:17: Weil

00:26:18: die Führungskräfte

00:26:20: müssen ja die Fläche besetzen und es hängt auch echt von der Branche ab ob das machbar ist oder nicht.

00:26:27: also bei uns war dass die Hölle damals wir haben es nicht hinbekommen.

00:26:31: und da wäre meine Frage an euch glaubt ihr wirklich, dass das irgendwann mal so anerkannt wird in unserer Gesellschaft und auch so gesehen wird und auch umsetzbar dann am Ende ist?

00:26:45: Diese Ideen die wir haben, die wir glaube ich alle haben dafür.

00:26:48: Weil ich bin daran komplett gescheitert als Führungskraft damals auch.

00:26:51: Ich habe achtzig Mitarbeiterinnen geführt und Mitarbeiter und war wirklich nachher am Ende Und ich wollte ja nur was Gutes.

00:26:58: also

00:26:58: ich wollte Ja Dass es allen gut

00:26:59: geht.

00:27:01: Also es gibt ja solche Versuche schon.

00:27:04: Zum Beispiel in Spanien gibt es ja zum Beispiel ein Installationsurlaub und das sind ja so Ansätze, ich weiß dass ist nicht... die ganze Story, aber ich glaube da kann man schon mal ansetzen und sagen es gibt Länder, die beschäftigen

00:27:16: sich damit.

00:27:17: Und sie schaffen Strukturen, die das anerkennen

00:27:20: und

00:27:20: dann kommt immer das Argument ja dass ist noch ein Grund keine Frauen einzustellen weil die haben mehr Urlaub als Männer und arbeiten weniger.

00:27:28: Aber meine Erfahrung ist tatsächlich wenn man Menschen Vertrauen gibt und wenn

00:27:33: man sagt

00:27:34: Ich sehe das und du schaffst deine Sachen auch klar also ich habe gehört was Du gesagt hast manchmal funktioniert

00:27:39: einfach

00:27:40: so nicht, weil es irgendwie strukturell sich anders ergibt.

00:27:44: Aber total oft motiviert das ja eigentlich und macht Menschen auch gesünder, wenn man sagt geh nach Hause überleg dir morgen ob du kommen kannst oder nicht oder überleg wie du arbeiten kannst.

00:27:55: Und das ist sowas wo ich immer merke da passiert viel mehr als wenn ich sage habe ich nichts mit zu tun.

00:28:04: Darf ich eine Frage zurückstellen?

00:28:08: weil du beschreibst ja, also das eine ist ja ich finde das super mit Instruationsurlaub oder so.

00:28:12: Weil das könnte man ja planen.

00:28:14: Also sobald man das ja irgendwie in den Tagespläne mit reinkriegt, könnte man damit umgehen.

00:28:19: aber wenn Du jetzt sogar sagst dass Du selbstständig bist und der Druck ist noch immer da was hätte Dir denn als Jetzt zum Beispiel Angestellte von Dir damals die Möglichkeit gegeben und den Raum gegeben um überhaupt sprechen zu können?

00:28:34: Also Hätte es irgendwas gegeben was was was den Raum dazu gibt.

00:28:40: Also ich persönlich bin immer sehr offen damit umgegangen und habe dann aber auch viele Kolleginnen vor den Kopf gestoßen.

00:28:48: Ich hab gesagt, boah ich habe meine Tage, mir geht es heute scheiße!

00:28:50: So bin ich auf die Arbeit gekommen.

00:28:54: Es war eine Zeit lang aber auch so dass der Raum gar nicht dafür aufgemeist wurde unter der Hand.

00:29:00: Immer nur zwischen einer Führungskraft zur nächsten.

00:29:03: bloß nicht den großen Raum öffnen.

00:29:05: Es hat keine Fortbildung gegeben, also keine

00:29:08: Schulung

00:29:09: dass Männer auch mal verstehen was dabei bei den Frauen passiert.

00:29:13: von sechzehn bis sechszig alle Altersgruppierung mit dabei.

00:29:17: und wenn dann dreißig Frauen am Tag auf der Fläche sind alle unterschiedlich die eine in der Menopause die andere hat gerade ihre Menstruationen die andere kommt gerade rein so ungefähr.

00:29:25: das musste man irgendwie energetisch händeln und da habe ich nie irgendwie das richtige Tour für mich gefunden.

00:29:33: warum ich Angst habe wieder in eine feste Anstellung zu gehen, falls es mit der Selbstständigkeit nicht klappen sollte ist.

00:29:39: Weil ich jetzt seit... Ich war immer krank!

00:29:42: Ich war sechsundzwanzig Jahre meines Berufssehens mindestens zwei bis dreimal im Jahr krank über zwei bis drei Wochen.

00:29:49: Seitdem ich selbstständig bin und ich mein Zyklus und meinen Rhythmus gefunden hab, war ich nicht einmal krank noch nicht mal in einer starken Grippewelle Und alle um mich herum sind krank nur ich nicht mehr.

00:29:59: und davor habe ich Angst, ich möchte nicht mehr krank werden.

00:30:04: Ja, voll.

00:30:05: Das ist ja auch irgendwie das Überthema heute so gesundes Arbeiten und wie wir das hinkriegen können eben vor allem für Frauen gesund zu bleiben.

00:30:17: Und ich glaube auch tatsächlich dass das hier auch sowas hat von was macht auch Selbstständigkeit einfacher.

00:30:24: also wo kann man Sachen besser einschätzen?

00:30:26: In welchen Jobs kann man es vielleicht auch?

00:30:30: Ich weiß nicht ob ihr das kennt... Konzept vom Job Crafting, wo man quasi selber guckt.

00:30:35: Also man hat so verschiedene Hebel.

00:30:37: ich glaube es sind vier Stück Beziehungen Strukturen Zeiten und so weiter um zu gucken okay wo dran kann Ich was selber drehen?

00:30:49: Und das wird sich dass ich das jetzt sage weil ich sage strukturstrukturen

00:30:52: strukturen.

00:30:53: aber ich finde Es widerspricht sich nicht Weil es braucht ja auch ein Raum Wo Man Wo Man Daran Kann.

00:30:59: Das finde ich spannend, wenn man sagt okay jetzt bin ich selbstständig was eigentlich ja oft

00:31:03: viel Druck

00:31:04: ist.

00:31:06: Aber ich kann selber für mich besser entscheiden und das ist etwas was ich auch als Zukunftsvision vielleicht noch mit reingebe im Nachhinein dass ich auch denke es ist super wichtig

00:31:15: dass

00:31:16: Menschen selber mitentscheiden können wie arbeite

00:31:18: ich am besten?

00:31:19: Dass

00:31:20: das eine Führungsaufgabe ist zu sagen Ich habe das Vertrauen

00:31:22: dass

00:31:23: meine Mitarbeiterinnen das selber gut einschätzen

00:31:25: können.

00:31:28: Danke schön.

00:31:31: Ich sehe noch zwei weitere Meldungen, genau kommt auch gerne einmal vor zweite Reihe gerne im weißen T-Shirt.

00:31:44: Dankeschön!

00:31:46: Ich habe gerade so viel aufgeschrieben.

00:31:47: ich hoffe ich vergesse nichts.

00:31:49: ich mache es aber ganz kurz.

00:31:50: also ich war in meinem ersten Berufsleben auch Führungskraft hab nicht ganz so viele Leute gehabt aber das hat gereicht.

00:31:58: ich denke wir haben in den Unternehmen sehr viel Gestaltungsspielraum, denen wir Mädchen und ich sage bewusst Mädchen einfach noch nicht trauen auch tatsächlich zu nutzen.

00:32:11: Wenn mein Kollege damals zur Arbeit gekommen ist und er hat sich beim Fußball irgendwie eine Wade gezerrt oder sonst irgendwas gemacht, da war das Top-Thema Nummer eins weil es war ja normal und es ist ja normal dass man das im Hobby macht und sich auch verletzt.

00:32:24: Es war eben nicht normal, dass man seine Instruation bekommt Dass man vielleicht mal ätzende oder komische Kinder zu Hause hat, oder spontan nach Hause muss.

00:32:33: Und ich denke je mehr wir uns trauen darüber zu reden und je mehr wie auch sagen hey das ist genauso normal umso mehr wird es auch gehört.

00:32:42: also ich würde ein bisschen Abstand davon nehmen zu sagen die Unternehmen bieten uns nicht sondern wir nutzen's einfach nicht weil es noch nicht so gang und gäbe ist und es ist quasi jetzt so einen stiller Aufruf im Nachhinein das weiß man aber auch immer erst danach Das auch tatsächlich zu machen und zu sagen, ich habe auch so ein Thema.

00:32:59: Und für euch scheint es vielleicht banal zu sein.

00:33:02: Für mich ist es total wichtig!

00:33:04: Ich wollte das einfach ganz kurz loswerden weil das ist auch so einen Grund warum ich dieses Unternehmen verlassen habe.

00:33:09: Und ich hab noch eine Frage zur Frauengesundheit insgesamt ans ganze Plenum?

00:33:16: Ich denke, wir haben uns auch durch gesellschaftlich auf obstruierte Strukturen angewöhnt über etwas hinweg zu hören.

00:33:23: Vielleicht auch über komische Kommentare und ich wollte einfach gerne mal die Frage in den Raum stellen bis wann höre ich denn weg oder ab wann darf ich dann sagen so jetzt reicht's weil das was du sagst das geht jetzt nicht mehr über das thematische sondern es ist schon das persönliche dass gegen den weiblichen Organismus gerichtete, weil ich habe als Gleichgewicht von mir noch nicht gefunden oder bei mir noch nie gefunden in der Selbstständigkeit.

00:33:47: Ist es gerade einfacher was das anbelangt?

00:33:50: Aber wenn man jetzt wieder vielleicht oder weil's mit der Selbständigkeit nicht klappt nochmal eine Festanstaltung zurück muss wo ist denn der Punkt wo ich sagen kann Jetzt ist es soweit Ich mache meinen Mund tatsächlich aus.

00:34:03: Ich sehe Petra will direkt antworten.

00:34:06: Ich glaube sofort und mit Humor Ansonsten einschlag in die Fresse, dann wird man so unnett.

00:34:14: Also das muss es ja auch gar nicht sein.

00:34:16: aber sofort und mit Humor weil immer dann wenn du merkst irgendwie die Grenze ist einfach sagen sorry Aber mit humors der cleverere weg den man manchmal schafft

00:34:30: Danke schön.

00:34:31: genau Dann gab es hier noch eine dritte Frage.

00:34:33: kommen auch gerne nach vorne.

00:34:37: Ich finde dass sie übrigens total spannend.

00:34:39: ich weiß nicht ob Euch auch schon aufgefallen ist, dass hier jetzt vor allem weiblich gelesene Personen im Publikum sitzen.

00:34:48: Was irgendwie spannend ist, das vor allem wir uns mit dem Thema auseinandersetzen.

00:34:54: Ja moin, ich wollte eine Idee mit euch teilen.

00:34:56: Ich arbeite im kirchlichen Frauenbereichskontext und wir haben alle dreifünfzig Kirchen gemeinten bei uns mit Periodenboxen

00:35:04: ausgestattet

00:35:06: und auch die sogenannten Herentoletten weil nicht alle Personen, die menstruieren sind ja auch weiblich gelesen

00:35:12: sozusagen

00:35:13: und Wir haben das als Patenschaft nämlich gemacht

00:35:16: ganz klein

00:35:17: ganz

00:35:18: schnell

00:35:19: dass

00:35:21: Periodenprodukte da sind

00:35:23: und sozusagen

00:35:24: die Patenschaften immer dafür sorgen, dass sie auch aufgefüllt

00:35:28: werden.

00:35:29: Und es gibt ein Zitat von

00:35:30: Franka Frey, Die Periode existiert

00:35:34: und wir alle existieren

00:35:36: wegen der Periote.

00:35:38: Das ist im kirchlichen Kontext einen wirklich

00:35:40: gut.

00:35:43: Im Grunde Diskussionsauftakt.

00:35:46: Danke euch!

00:35:48: Ja, da möchte Helena vielleicht einmal was zu sagen.

00:35:52: Vielen Dank nämlich für den Impuls weil das ist tatsächlich auch ein Teil der Arbeit die ich bei Joni mache und ich freue mich immer mega wenn ich höre dass schon Orte und besonders dann auch Orte wie Kirchen das schon auf dem Schirm haben.

00:36:09: Es gibt ja aus meiner Erfahrung immer so beides.

00:36:12: Also einmal irgendwie Orte, die dann super offen sind dafür und dann gibts halt auch die Unternehmen wo das Periodenprodukte mit Urban Sports Club Mitgliedschaften konkurrieren und dann irgendwie doch kein Geld.

00:36:23: da ist von daher richtig cool und auch schön dass ihr das mit dieser Patenschaft macht.

00:36:28: also Ja von meiner Seite aus denke ich auch, dass es ein sehr einfacher günstiger Weg ist, um Mitarbeitenden Wertschätzung entgegenzubringen.

00:36:40: Weil es halt einfach ein Grundbedürfnis ist wie Toilettenpapier zu sagen okay das seid ihr uns wert und wir stellen euch das bereit.

00:36:49: so

00:36:49: ja voll.

00:36:54: Ich habe

00:36:54: eine Frage.

00:36:54: Genau, ich glaube es gibt gerade hier in Schleswig-Holstein dazu ja auch eine Petition, dass im öffentlichen

00:37:00: Einrichtung

00:37:01: also alles was öffentlicher Bereich ist auch Periodenprodukte bereitgestellt werden.

00:37:06: und glaube mit der Argumentation die du auch gesagt hast das sind Hygieneprodukte genau wie Toilettenpapier die gebraucht werden von der Hälfte der Bevölkerungen wahrscheinlich

00:37:15: um und bei aber

00:37:17: Genau, von sehr vielen Menschen.

00:37:20: Und

00:37:21: ich weiß nicht ob ihr wisst, wie das ausgegangen

00:37:23: ist?

00:37:24: Nee.

00:37:26: Aber das finde ich nochmal raus weil es finde ich auch total

00:37:28: cool!

00:37:29: Ja nehmen wir mal als Hausaufgabe mit.

00:37:32: Gut

00:37:33: und ich sehe noch eine Meldung ganz hinten.

00:37:40: Schön dass ihr so aktiv dabei seid.

00:37:42: Ich find das total bereichernd.

00:37:44: Ja, vielen

00:37:45: Dank!

00:37:46: Hi ich bin Svenja und ich habe eine Perspektive aus der

00:37:49: Forschung

00:37:49: tatsächlich

00:37:49: mal mitgebracht.

00:37:50: Ich bin Jana Unikil

00:37:52: im Bereich Human Resource Management und das ist natürlich ein sehr relevanter Bereich wenn man um Kultur wandelt und Arbeitswelt sich

00:38:01: kümmert.

00:38:01: Und bei uns geht es so ein bisschen in Erforschung mittlerweile darum wie bekommen wir Männer dazu als

00:38:09: Alliierte

00:38:09: aufzutreten?

00:38:10: Also Männer sind Allies.

00:38:12: Ich würde mich jetzt tatsächlich sehr interessieren, einerseits von euch zu hören welche Erfahrungen ihr gemacht habt wie man Männer dazu bekommt diese Themen zu unterstützen.

00:38:22: Denn wir haben eine sehr männlich dominierte Arbeitswelt.

00:38:25: Führungskräfte sind größtenteils männlich und das bestimmte Themen aufgegriffen werden wird sehr lange noch dauern wahrscheinlich wenn es nicht den Support

00:38:35: aus der breiten

00:38:36: Masse gibt.

00:38:37: Das heißt, die männlichen Kollegen am Arbeitsplatz, die gar nicht mal selber Führungskraft sind, die müssten ja irgendwie in eine unterstützende Rolle der Alliierten reinschlüpfen.

00:38:47: und genau deshalb meine Frage was für Erfahrungen habt ihr gemacht?

00:38:51: Was ist da hilfreich um eben die männliche Kollegen in Bewegung zu bringen und auch ans Publikum natürlich.

00:39:00: Mach gerne Peter!

00:39:06: Ich glaube das Wichtigste ist, dass Frauen nicht schwach sind an der Stelle.

00:39:11: Ansonsten fängst du gleich an und versuchst, jetzt muss man denen auch noch helfen.

00:39:16: Du bist sofort in so einer Diskussion!

00:39:18: Sondern ich würde es immer gleich breiter aufstellen... Wie kriegen wir es hin, dass alle Leute möglichst handlungsfähig sind?

00:39:28: Und da kann man dann ja auch immer gleich auf die nächste Generation, was auch immer das eigentlich heute genau bedeutet.

00:39:33: Aber dieses wilde und obskure und diese merkwürdigen neuen Menschen, die danach kommen, die ja alle irgendwie anders sind!

00:39:40: Das heißt wenn wir so ein Thema mit aufmachen ruhig genauso wagt und blödsinnig Weil dann ist man in einer Diskussion, was jeder eigentlich braucht um seine Kraft auch tatsächlich mit auszuspielen.

00:39:53: Und dann hat man alle Themen gleichzeitig auf dem Tisch und die ganz alten Knochen haben wir ja nicht mehr da oder fangen an wegzugehen.

00:40:03: Ja, möchte noch jemand was ergänzen?

00:40:07: Zu der sehr spannenden Frage finde ich.

00:40:10: Jana und ich waren gestern bei einer Lesung für Binden statt Spalten.

00:40:13: Ich glaube das ist so ein Punkt dass da wirklich auch so haltungsmäßig, habe ich vorhin auch sofort gedacht zu dieses ja klar wenn meine Grenze überschritten

00:40:23: wird.

00:40:24: Ja Anna du darfst das Mikrofon ein bisschen näher anmunten.

00:40:26: Okay genau also dass es auf der einen Seite dieses meine Grenzen waren auf jeden Fall total und auf der anderen Seite aber auch ist scharfen und das finde ich auch nervig manchmal.

00:40:39: aber es ist auch die Aufgabe dann mit Menschen drüber zu reden und Menschen mit an Bord zu holen.

00:40:45: Und selber, du hast das für ihn auch gesagt oder ich bin mir gerade nicht sicher, dieses darüber Reden verändert ja auch

00:40:51: wie

00:40:52: die Menschen damit umgehen können.

00:40:54: Ich finde da hat sich in den letzten zehn Jahren total viel getan und ich habe auf jeden Fall insbesondere meinen Freundeskreis weil beim Frauennetzwerk arbeiten nur Frauen!

00:41:06: Total viele auch männliche Freunde, mit denen ich auch darüber reden kann und sagen kann

00:41:10: Boah

00:41:11: so geht es mir gerade und so weiter oder die selbst auch Fragen stellen.

00:41:15: Und das finde ich total cool und finde ich schön.

00:41:23: Ja aus meiner Erfahrung auch genau aus diesem halt Austausch was du beschrieben hast also wenn ich jetzt auch an meine Arbeit bei Joni denke dann rede ich auch nicht so häufig mit Männern, aber manchmal kommt's vor und wenn wir dann irgendwie über Zyklos- und Perioden zu sprechen sind die immer so, hey krass.

00:41:42: Und ich hatte auch mal einen der dann so war ja wie haben hier im Unternehmen Taschentücher die bereitgestellt werden für die Mitarbeitenden aber halt keine Perionenprodukte und als er das so gecheckt hat was halt voll so klar machen wir das und hat sich dann voll dafür eingesetzt.

00:41:56: und ich glaub Ja dass ist halt wieder dieses Ding von Wissen und Kommunikation Was am Ende dazu führt glaube wir das alle als Team machen

00:42:06: und nicht

00:42:07: im Verbindung, wie du es auch gesagt hast.

00:42:12: Danke schön!

00:42:14: Wir haben jetzt noch drei Minuten, ne?

00:42:17: Das passt okay weil dann würde ich gerne noch einmal in die Runde fragen ob noch irgendwas gesagt werden muss also ob ihr noch einen Abschlusswort habt.

00:42:31: Ich habe eins

00:42:32: Ja

00:42:33: Gemeinsam

00:42:37: Schön.

00:42:38: Ich würde einfach Danke sagen, dass ihr alle hier seid und zuhört, dass du moderiert hast, dass sie hier mitsitzt.

00:42:43: ich finde es total spannend und freue mich, dass wir auch jetzt diesen Raum hier quasi eröffnet haben und genau das machen was gerade bei der letzten Frage ja so ein bisschen mit drin steckt.

00:42:57: Ja, ich fand das total spannend.

00:42:58: Danke für die vielen Fragen und die Perspektiven und Beiträge!

00:43:03: Das hat Spaß gemacht.

00:43:04: Ich habe viel gelernt.

00:43:07: Und genau, ich gehe glaube ich vor allem wieder mit dem Gelernten raus.

00:43:13: Dass gesunde Arbeit irgendwie nicht dadurch entsteht dass sich Menschen besser an das System anpassen oder Frauen in diesem Fall irgendwie besser an dieses System anpassen sondern dass das System irgendwie lernt und versteht Menschen in ihrer Vielfalt mitzudenken weil dann können wir alle gesünder und bessere Arbeit machen.

00:43:32: tatsächlich und das wünsche ich uns allen.

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